Felsberg: Burg Heiligenberg
Die Burg auf dem Heiligenberg erbaute Erzbischof Konrad von Mainz in den Jahren 1180 bis 1186.
Sie hatte Vorpostenbedeutung im Norden und Osten des erzbischöflichen Territoriums und bedeutete eine strategisch wichtige Speerspitze gegen Thüringen, zu dem Hessen in jener Zeit gehörte. Zugleich fielen der neuen Befestigungsanlage wichtige Schutzaufgaben für die mainzerische Enklave Fritzlar zu.
Es erscheint selbstverständlich, dass die gleichfalls um den Aufbau ihrer Macht in diesem Raum bemühte weltliche Herrschaft die Burg Heiligenberg attackierte. Diese wurde so gründlich zerstört, dass sie 129 Jahre in Trümmern liegen blieb. Im Jahre 1401 erbaute der Landgraf auf derselben Stätte eine neue Burg. Zwar tat diese noch eine Zeit lang ihre Dienste, aber die Epoche der Landessicherung durch Ritterburgen erreichte ihr Ende. Damit verlor der Heiligenberg seine strategische und politische Bedeutung.
Erst in den letzten 150 Jahren regten sich die Bemühungen um den Wiederaufbau der Burg von Neuem. Ihren Höhepunkt erreichten die Aufräumungsarbeiten in den Jahren vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Aus Schutt und Boden wurde das Mauerwerk freigelegt, so dass man sich heute wieder gut vorstellen kann, was Mainz ursprünglich gebaut hatte und wie die hessische Burg ausgesehen hat.
Die Anlage der dreieckigen Vorburg an der Zugangsseite ist wieder erkennbar, desgleichen das rückwärts liegende Wohngebäude, vor allem aber der Bergfried in der Mitte hinter der breiten Schildmauer. Er wurde teilweise wieder aufgemauert und überragt nun als Kronreif schon von weitem sichtbar die Baumwipfeln.
Infos/Kontakt
Heiligenbergverein:
Fritz Strack
Am Speckenbach 1
34587 Felsberg
Tel: +49 (0)5662 2575
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